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venerdì 10 ottobre 2014

                     TURBO-BAUBERICHT
                      TRABANT 1/24 VON REVELL
                                           BAUZEIT : 1 ABEND




Ein komplexeres Modell an einem einzigen Abend komplett und präzise zusammenzubauen. Diese Idee reizte mich schon länger. Daher eignete ich mir ein Modell-Kit von Revell an, dass ich schon länger im Visier hatte. Der TRABANT 1/24 grinste mich mit seinen Kulleraugen zwischen den Regalen derart an dass ich mich entschied ihn sogleich mitzunehmen und ihn aus seiner Zerstückelten Situation durch etwas Geschick und Kleister zu befreien und ihn in original DDR-Schlumpfblau wieder aufleben zu lassen.

Die Schachtel enthält viele Plastikteile, alle in Schneeweiss ( Fensterscheiben und Scheinwerfer ausgeschlossen). Das bedeutet, SPRITZEN. Dazu hole ich mir geschwind bei OBI eine schöne blaue Spraydose und lege sogleich los.......


 Leider muss ich feststellen, dass das weisse Plastik nicht unbedingt gut auf die Lackierung reagiert. An gewissen Stellen bilden sich eigenartige Farb-resistente Inselchen. Zu spät. Die Farbe haftet schon, doch leider nicht an den blöden Blasen die sich gebildet haben. Daher feile ich mit einem harten Schwamm die ganze schiefgelaufene Kreation wieder Richtung Originalzustand. Die Reibung schleift das Material hervorrarend ab, beim zweiten Lackierungsversuch haftet der Lack perfekt. Ein kleines Erfolgserlebnis dass mich sogleich motiviert, mich den anderen Teilchen und ihrer Färbung zuzuwenden.



      

Dazu spritze ich erst einmal geschwind alle Teile in einheitlichem Chrom/Silber. Dies dient dazu, dann alle andersfarbigen, kleineren Teile mit dem Pinsel gemütlich nachzufärben, während die vielen anderen "Metallkomponenten" somit einfach nur noch zusammengeklebt werden müssen.

Mit verschiedenen Revell-Farben bekommen nun auch die Scheinwerfer und Blinker ihre korrekte Tönung, welche ich natürlich auf deren Hinterseite vornehme damit man von Aussen nur eine glasige Tönung erkennt.

  

* Vorsicht ist geboten, wenn man ein Modell so schnell zusammenbauen möchte, da der Klebstoff sich gerne schnell mit der Farbe vermischt, diese auflösst und gleichzeitig leicht das darunterliegende Plastik regelrecht auflöst. Daher empfehle ich, sowenig Kleber wie möglich zu verwenden!
 


Es folgen die einzelnen Motor-Teile, welche in ihrer Komplexität extrem anregend auf den Modellbauer wirken. Diese Teile müssen unbedingt mit Hilfe der Bauanleitung zusammengesetz werden, da man zwar bei jedem Bausatz recht kreativ vorgehen kann, sich aber bei Gottes Willen nicht anmassen sollte, einen Motor im Kit-bashing-stil zusammenzubauen. Er soll ja echt wirken und (wenigstens in der Betrachter-Phantasie) auch laufen können...


  
Bei der Zusammensetzung des Innenraumes geht es glücklicherweise gemütlicher zu...

Das Einzige worauf man hierbei wirklich achten sollte, ist die korrekte Positionierung der Einzelteile, da bei einem oberflächlichen Schiefbau später die Karosserie nicht mehr einwandfrei auf das Chassis passt. Das Armaturenbrett z.B. muss von innen korrekt an der Windschutzscheibe liegen, sobald das Modell einmal fertiggestellt ist. 



Es sind nun vier Stunden vergangen, und das Modell kann sich langsam sehen lassen. Aus vielen kleinen weissen Teilen hat sich eine recht akzeptable Struktur entwickelt die noch verfeinert werden muss. Die Karosserie passt perfekt auf die Basis, doch muss ich die Motorhaube etwas mit der Feile bearbeiten, damit sie sich auch korrekt öffnet und schliesst.


 Nachdem auch einzelne kleine Chrom-Teile ohne kleckern angebracht werden, hat der Trabi nun auch tolle Rückspiegel, und metallische Verzierungen hier und da.... die Gefahr, hierbei alles zu ruinieren ist EXTREM hoch. Die Verfeinerung kann so gefährlich sein, dass duch z.B. Klebstoff an den Fingern Flecken und Lackauflösungen entstehen, die in einem Schlag die ganze vorhergehende Arbeit rückfällig machen können.

Zum Glück ging es in meinem Fall etwas bessen und der Trabi kann nun nach entprechend aufmerksamer DECAL - Anbringung seine Fahrt wieder aufnehmen..... oder halt eben wenigstens ordentlich dastehen....

Der Abend ist jedenfalls ohne Langeweile vergangen und nun auch zu einem kleinen Artikel geworden..... 

Jedenfalls ist es nun bewiesen....... Modellbau geht auch schneller ! 


 
                 

domenica 5 ottobre 2014

ROM IN 24 STUNDEN
WAS MAN AN EINEM TAG SEHEN KANN




Rom, die ewige Stadt. Horden von Touristen tummeln sich praktisch das ganze Jahr über in ihren Gassen, auf ihren Plätzen. Doch muss man wirklich eine Woche in dieser wunderbaren Stadt verweilen, hinter fähnchentragenden Stadtführern hinterherrennen und vor jedem noch so kleinen Detail anhalten um eine möglichst ausführliche (und gerade deswegen limitierende) Informationenfülle in sich aufzunehmen?
Natürlich nicht. Es geht auch schneller. Man kann  in der Tat an einem einzigen Tag in der Italienischen Hauptstadt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigen, gut essen gehen, abends noch ein paar Austern schlürfen und letztendlich am nächsten tag noch mal kurz shoppen. In meinem Fall fiel dazwischen auch noch relativ viel Arbeit an...

Wie soll so etwas gehen? Ich werde es in diesem kurzen Artikel anhand meiner Erfahrungen erläutern. Dies macht diesen Bericht zum MIKRO-REISEFÜHRER. Sollten Sie demnach einmal aus Arbeitsgründen nach Rom müssen, bedeutet das nicht dass Sie irgendetwas verpassen werden. Folgen Sie einfach den nun aufgelisteten Empfehlungen und Sie werden sich fühlen als wären sie eine Woche dort gewesen, auch wenn Sie am nächsten Tag wieder heimfliegen/fahren müssen.

1. ROM IST WEIT WEG : FALSCH !


Sollten Sie nicht gerade aus Peking anreisen befindet sich Rom für Sie wahrscheinlich innerhalb der europäischen "2-Stunden-Flugdestinationen". Startet man aus Südtirol ist man sogar schon nach 4 1/2 Stunden am Bahnhof Termini, dank der extrem schnellen und bequemen FRECCIARGENTO Schnellzverbindung zwischen Bozen und Rom. 
Die Züge sind mit jeglichem Komfort ausgestattet und werden auch "U-Bahn Italiens" genannt. Geniessen Sie an Bord einen Teller Lasagne und einen guten Chianti und checken  sie ihre Mails..... schon sind sie da !

2. ROM IST RIESIG UND CHAOTISCH : FALSCH !


Wie jede Milionenstadt herrscht auch in Rom ein relatives Verkehrschaos. Trotz gängiger Meinung ist es jedoch von extremer Einfachheit die Stadt zu Fuss zu erkunden, jedenfalls gilt dies für sportlichere/jüngere Besucher. Vom Bahnhof Termini kann man in einigen Minuten Fussmarsch über die Via Cavour das Kolosseum erreichen. Von dort aus geht es über die Via dei Fori Imperiali richtung Stadtzentrum. Am ALTARE DELLA PATRIA und der COLONNA DI TRAIANO vorbei sehen sie auf der Via del Corso das italienische Parlament und finden auch sobald auf ihrer rechten Seite den Strasseneingang zum Trevibrunnen. Marschiert man im Zentrum auf und ab, und FOLGT man der Menschenmenge und manchen Schildern sieht man an einem Nachmittag auch die Spanische Treppe, die Piazza del Popolo und das PANTHEON. Sollten Sie nicht zu Fuss gehen wollen/können, können Sie direkt vom Bahnhof aus in ein Taxi einsteigen und sich Richtung PIAZZA VENEZIA chauffieren lassen, dies bringt Sie am Kolosseum, an der Via dei Fori Imperiali und der Colonna di Traiano vorbei. Von dort aus befinden sie sich ebenfalls wieder auf der Via del Corso und sie haben noch keinen Meter zu Fuss zurücklegen müssen. Der Fahrtpreis ist vielleicht etwas höher als 5 Euro, aber trotzdem dank des vorbeiziehenden Panoramas auch eine gleichteure Rückfahrt wert. 

Zu Fuss kann man auch noch nach einem Aperitiv-Stopp bis zum Vatikan weitergehen, vielleicht am PANTHEON vorbei, wo Sie sich soweit es nicht regnet auch unter das mythische Loch im Dach stellen können ohne nass zu werden. 

Haben Sie dann auch den Vatikanplatz kurz betreten wird es wohl Zeit für ein gemütliches Essen.

3. "TOURISTENRESTAURANTS" MEIDEN : RICHTIG !

Wahres Römisches Essen werden Sie ausschliesslich in kleinen, familiengeführten Restaurants finden. Meiden Sie teure Restaurants mit eifrigen Bewerbern an der Eingangstür.  Das Essen ist zwar gut, jedoch eher "kommerziell". Wählen Sie das kleine, fast unbesetzte Lokal im 70er Jahre-Stil HINTER der Ecke, und sie werden verwundert sein, wieviel und wie gut man für wenig Geld im Zentrum Roms essen und trinken kann !

4. ARBEIT


In meinem Fall handelte es sich um eine Messe. Ich erreichte sie natürlich mit einem Taxi. Die Touristenmassen in der U-bahn, welche sowieso mit nur ZWEI (archeologiebedingt) Linien zu kurz ausfällt, sind es den billigen Fahrtpreis (1,50 Euro) nicht unbedingt wert .... Meine Wahl des Verkehrsmittels erwies sich als relativ günstig und schnell um nach der Messe doch noch mal ins Zentrum zurückzukehren und etwas zu bummeln. 

5. AUTOMOBILE SEHENSWÜRDIGKEITEN

Interessiert man sich für die Geschichte der Automobilindustrie, so findet man in Rom noch viele Fahrtüchtige Exemplare der "Youngtimer" die schon zu den "Oldtimern" gehören. Schaut man genau hin, findet man noch immer so manche FIATs aus den 60/70ern  welche unter irgendwelchen Palazzi von einem früheren, vielleicht romantischerem Rom berichten.  Es kann auch ein Peugeot oder ein alter Mercedes sein... Rom trägt viele Epochen in sich, vermag man bloß mit geschultem Auge hinzuschauen



 Zum schluss schauen Sie bloß mit BEIDEN Augen auf den Zugfahrplan!  Sie wollen ja in 4 Stunden wieder in Bozen sein........

mercoledì 7 maggio 2014

       AUF DEN SPUREN DER BRIXNER    VERGANGENHEIT

         Genau hinschauen und eine kleine Zeitreise geniessen



Brixen ist in den letzten Jahren äußerst modern geworden. Die Altstadt ist zum Prachtstück herausgeputzt worden, alles sieht so aus, als ob man sich in einer Modellandschaft bewegen würde. Dennoch überleben einige interessante Zeitzeugen an mehr als einem Ort mitten in der Stadt, anhand derer man Schlüsse über die Vergangenheit ziehen kann.

Diese Überreste einer nie wiederkehrenden Zeit sind, solange sie noch „überleben“, einen kleinen Bericht wert. Einen Bericht der in einer gewissen Weise ein „Museum“ auf dem Bildschirm sein will, oder eben eine Anregung durch diese schöne Stadt zu streifen und nach vergangenen Tagen zu forschen.

Erfolg hat man hierbei nur wenn man es vermag genau hinzuschauen, Details ausfindig zu machen. Dies wiederum kann man nur dann, wenn man erstens die notwendige Muse aufbringt und sich zweitens darüber bewusst wird welchen historischen Wert auch noch so unscheinbare Relikte aus den Jahrzehnten/Jahrhunderten besitzen.

Geht man durch die Brixner Innenstadt kann man zum Beispiel alte Haustüren beobachten, welche den charakteristischen alt-Österreichischen Briefkasten mit der Aufschrift „Briefe und Zeitungen“ immer noch stolz tragen. Ich habe hiervon drei gefunden, jedoch ist es nicht ausgeschlossen dass man noch so einige Exemplare ausfidig machen kann.





 





Spätere Briefkästen, aus der Zeit des Faschismus finden sich in Brixen nicht so häufig wie in anderen Südtiroler Städten und Dörfern. Die Aufschrift „Regie Poste“ (Königliche Post“) ist in Brixen nur noch ein mal zu lesen. Dafür scheint das alte GIL Gebäude, Baujahr 1938, allen Veränderungen zu trotzen.






Alte Klingeln, alte Stomstecker an den Wänden, wie auch gewisse alte Schilder aus den fünfziger bis sechziger-Jahren erzählen einsam von einer Geschichte die fast keiner mehr in Erinnerung hat. Dabei meine ich die Zeit als Breixens Altstadt ein reges Verkehrsleben hatte, und der Domplatz ein grosser Parkplatz war. Autos wie die kleinen FIAT 600er hatten es sicherlich leicht sich in enge Gassen einzuschleusen, daher sehen wir an manchen heute für den Verkehr undenkbaren Ecken immer noch Verbotsschilder, die keiner mehr braucht.

Im Durchgang des alten Schlachthofes hängt eine Lampe die mit aller Wahrscheinlichkeit hundert oder mehr Jahre alt ist. Diejenigen die hier höchstwahrscheinlich recht regelmässig die Glühbirne austauschen sind sich vielleicht nichteinmal zur Gänze darüber im klaren, dass diese Lampe die letzte der ersten, alten Brixner Stadtbeleuchtung ist, und damit wahrschinlich aus dem Vorletzten Jahrhundert stammt.



Nicht zu vergessen ist das Areal hinder dem Hotel GOLDENES KREUZ. Der alte Laden ist wohl seit den 70er Jahren nicht mehr „im Dienst“ und wurde kürzlich bedeckt. Daneben stehen in einem surrealen Ambiente noch zwei Weinfässer aus den zwanziger Jahren.










 



In der Fallmerayerstrasse kann man noch an einer Hauswand eine verblichene Firmeninschrift lesen, die von Zeiten erzählt, als offensichtlich in Brixen ein gewisser Michael Hofer mit kirchlichen Kunstobjekten handelte. Dies ist bis 1914 und früher zurückzudatieren.





 

Geht man schliesslich weiter Richtung Bahnhof (auf dem eine enorme Sammlung von Gegenständen aus allen Epochen zu finden ist) findet man alte Geländer welche die ganze ehemalige Prinz-Eugen Strasse delimitieren. Auf manchen ist noch klar der KK- Herteller aus Wien zu erkennen, genauso wie man witzigerweise an den Metallbalken auf der Adlerbrücke erkennen kann, dass sie wie aus einem Modellbausatz heraus zusammengestellt wurden. In jedem Balken ist irgendwo eine winzige Nummer eingraviert. Nur das geschulte und geduldige Auge findet diese Inschriften.. Mit der Genugtuung zu wissen, dass seit der Fertigstellund des Bauwerkes wohl sehr wenige Menschen noch irgendein Mal auf diese einst so wichtigen Symbole geschaut haben.



Viel Glück beim Auskundschaften einer Stadt, die wohl mit Sicherheit viel mehr Geheimnisse in sich trägt als dies ein normaler Tourist oder gar langeingesessene Einwohner zu denken vermag !

Gian - Carlo Evangelisti